Inflationsprämie |
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Auswirkungen
der Inflation
Die Rentner
sind die großen Verlierer der Verteuerung des Lebens
Die Inflation betrifft zwar alle Bevölkerungsgruppen. Doch die verschiedenen
gesellschaftlichen Schichten sind sehr unterschiedlich von der Teuerung
betroffen. Besonders schmerzhaft ist sie nämlich für die ältere Generation
– was auch verhaltensbedingte Gründe hat.
Nichts
wird derzeit unter Ökonomen hitziger diskutiert als die Frage, welche
Richtung die Inflation einschlägt: Wird die Teuerung sich 2024 erheblich
abschwächen oder sogar in eine Deflation, also sinkende Preise, umschlagen?
Oder werden sich viele Güter des täglichen Bedarfs nächstes Jahr
doch wieder verteuern.

Fotograf Magnussen, Friedrich (1914-1987)
Gezeigte Stadt Kiel
Titel Rentner halten Klönschnack am Schützenpark
Namensnennung/Veröffentlicher Stadtarchiv Kiel
Quelle Stadtarchiv Kiel, Fotoarchiv
Urheberrechte CC BY-SA 3.0 DE;http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/
JPEG-Dateikommentar LEAD Technologies Inc. V1.01 |
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Warum
Rentner keine Inflationsprämie bekommen – Scholz spricht Klartext

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Wieso
kassieren Kanzler, Minister, Staatssekretäre und Pensionäre 3000
Euro Inflationsprämie, Rentner nicht ?
Rente
oder Pension – was war da noch einmal der Unterschied? Beides
sind Zahlungen aus der Altersvorsorge. Die Rente wird von der
gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt. Pensionen sind Zahlungen
an ehemalige Beamte.
Die
Zahlungen an Pensionäre sind durch das Bundesversorgungsgesetz
geregelt, im Zuge des Tarifabschlusses im
öffentlichen Dienst bekommen deshalb auch
Beamte im Ruhestand die 3000 Euro Inflationsprämie.
Bekommen
auch Rentner die Inflationsprämie?
Da
die Höhe der gesetzlichen Rente
nicht durch das Bundesversorgungsgesetz
geregelt wird, haben Rentner keinen
Anspruch auf die Inflationsprämie.
Das
kritisiert unter anderem der Sozialverband
Deutschland (VdK). VdK-Präsidentin Verena
Bentele äußerte sich dazu in einer Pressemitteilung.
Menschen, die von einer kleinen Rente lebten,
hielten den Zuschlag für Rentnerinnen und
Rentner für absolut unangemessen, zumal
Pensionäre fast doppelt so hohe Bezüge erhielten
wie Rentnerinnen und Rentner. Sie forderte
die Bundesregierung auf, die Inflationsprämie
auch an die Empfänger der gesetzlichen Rente
auszuzahlen. Rentner unterliegen nicht der Inflation? (Sie müssen schauen wie sie zurecht
kommen!)
Noch
schärfer wurde Linksfraktionschef Dietmar
Bartsch: "Es darf nicht sein, dass Minister, Staatssekretäre und Pensionäre 3000 Euro Inflationsprämie
kassieren, aber Rentner real weiter Kaufkraft
verlieren", sagte er dem "RND".
Innerhalb
der Bundesregierung wird argumentiert, dass
die Auszahlung der Prämie viele Milliarden kosten
würde, die man nicht habe. "Das wird zu teuer", so ein Haushaltspolitiker.
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Immer
mehr Rentner beziehen zusätzlich Grundsicherung
Wer als Rentner nicht genug Geld hat,
kann zusätzlich eine Grundsicherung erhalten. Die Zahl der Empfänger stieg
in den vergangenen Jahren an. Fast eine halbe Million Menschen ist laut
einem Medienbericht inzwischen betroffen.
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Mehr
als sieben Millionen Rentner bekommen monatlich
weniger als 1250 Euro
Laut einer Berechnung des Statistischen Bundesamtes haben mehr als
42 Prozent aller Rentenempfänger in Deutschland monatlich weniger als 1250
Euro netto zur Verfügung. Mehr als fünf Millionen der Betroffenen sind
demnach Frauen.
Die durchschnittliche Brutto-Rente in Deutschland lag 2022 bei 1728 Euro
bei den Männern und 1316 Euro bei den Frauen dpa/Sebastian Kahnert
© Bereitgestellt von WELT
Mehr als sieben Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland müssen
laut einer Berechnung des Statistischen Bundesamtes monatlich mit weniger
als 1250 Euro netto auskommen. Das sind mehr als 42 Prozent aller Rentenempfänger
in Land, wie aus der Erhebung auf Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar
Bartsch hervorgeht, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.
Mehr als fünf Millionen der Betroffenen sind demnach Frauen.
Auf weniger als 1000 Euro im Monat kommt der Berechnung zufolge etwa
jeder vierte Rentenempfänger. Die durchschnittliche Brutto-Rente hierzulande
lag laut dem Rentenatlas 2023 der Deutschen Rentenversicherung im Jahr
2022 bei 1728 Euro bei den Männern und 1316 Euro bei den Frauen.
Angesichts dieser Zahlen sprach Linken-Politiker Bartsch von einem „Armutszeugnis
für unser Land“. Die Rentnerinnen und Rentner seien die „Hauptverlierer
der Inflation“, sagte er. Bartsch forderte die Bundesregierung auf, tätig
zu werden. „Wir brauchen in diesem Jahr eine einmalige und zusätzliche
Rentenerhöhung um zehn Prozent, um zumindest die Inflation auszugleichen“,
sagte er.
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Pflegegeld
2025 |
Pflegegrad
1: weiterhin kein Anspruch.
Pflegegrad 2: 347 Euro (statt
zuvor 332 Euro)
Pflegegrad 3: 599 Euro (statt
zuvor 573 Euro)
Pflegegrad 4: 800 Euro (statt
zuvor 765 Euro)
Pflegegrad 5: 990 Euro (statt
zuvor 947 Euro) |
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Die
Grünen bestimmen mehr und mehr, wie wir zu leben haben: Von der Heizung bis zum Inhalt
des Kühlschranks.
SPD-Kanzler
Scholz geht nicht selbst tanken -
und kennt den Benzinpreis nicht
Für
SPD-Kanzler Olaf Scholz* wurde die Preis-Debatte nun noch einmal
haarig. In dem Bild-Format „Die richtigen Frage“ wurde er nach dem
aktuellen Benzinpreis gefragt. Doch diesen konnte er nicht nennen.
Dafür rechtfertigte er sich mit zwei Begründungen. „Ich gehe nicht
selbst tanken“, sagte er zum einen. Denn: „Ich richte mich nach der
Empfehlung, aus Sicherheitsgründen mein Auto nicht selbst zu fahren.
Und das ist auch eines, das ich nur schwer bewegen könnte, weil es
auch ganz besonders schwer ist“, grinste Scholz.
Und:
„Ich weiß nicht ganz konkret immer, wo die Benzinpreise sind, weil ich
ja nicht jeden Tag darauf gucke. Und ich habe ja auch ein ganz ordentliches
Einkommen, deshalb gehöre ich nicht zu den Leuten, die ganz genau bei
jedem Preis hingucken. Da könnte ich Ihnen auch nicht viele Preise konkret
sagen.“
Der Benzinpreis steigt, ein E-Auto kann
sich kaum jemand leisten. |
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ENDE
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